49 Tote bei Zugunglück in Buenos Aires

Nach dem schweren Zugunglück mit 49 Toten und 600 Verletzten suchen Argentiniens Behörden nach der Ursache der Tragödie. Man wisse nicht, was auf den letzten 40 Metern passiert sei, der Zug habe nicht gehalten, sagte Verkehrsminister Juan Pablo Schiavi. Der voll besetzte Nahverkehrszug war am Morgen in einen Bahnhof in Buenos Aires eingefahren, aber erst an einem Prellbock zum Stehen gekommen. Die Feuerwehr brauchte Stunden, um eingeklemmte Passagiere aus den demolierten Waggons zu befreien. Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner ordnete zwei Tage Staatstrauer an.

Spiele der Fußball-EM 2016 bei ARD und ZDF zu sehen

Auch bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich haben die Fußball-Fans in Deutschland freie Sicht auf alle Spiele. ARD und ZDF sicherten sich das Recht, sämtliche Partien des Turniers frei empfangbar zu übertragen. Das teilte die UEFA mit, die damit europaweit das erste TV-Rechtepaket überhaupt für die EURO 2016 vergab. In vier Jahren werden allerdings 20 Spiele mehr ausgetragen. Die Teilnehmerzahl erhöht sich um acht Mannschaften und erstmals werden Achtelfinals angesetzt.

Koalition will Ehrensold an Bedingungen knüpfen

Die Haushälter der schwarz-gelben Koalition wollen den Ehrensold für Ex-Bundespräsident Christian Wulff laut «Financial Times Deutschland» an Bedingungen knüpfen. Die Union wolle, dass Wulff die Zahlung von 199 000 Euro pro Jahr nicht mehr erhält, falls er einen Job in der Wirtschaft annimmt, berichtet das Blatt. Als weitere Bedingung zeichne sich ab, dass der Ehrensold nur unter dem Vorbehalt genehmigt werde, dass sich Wulff keine strafrechtlich relevanten Verfehlungen hat zuschulden kommen lassen.

Ban schickt UN-Nothilfekoordinatorin nach Syrien

Angesichts der dramatischen humanitären Lage in Syrien schickt UN-Generalsekretär Ban Ki Moon seine Nothilfekoordinatorin Valerie Amos in das Land. Die Britin solle sich ein Bild von der Situation machen, sagte ein UN-Sprecher in New York. Wann Amos nach Syrien reisen wird, ist noch unklar. Auch Russland und Iran, Unterstützer der Regierung von Präsident Baschar al-Assad, zeigten sich besorgt über die «dramatische Lage» in Syrien. Die Regierung in Paris macht inzwischen die syrischen Behörden für den Tod zweier Reporter bei einem Granatenangriff auf die umkämpfte Oppositionshochburg Homs verantwortlich.

US-Präsidentschaftsbewerber liefern sich hitzigen Schlagabtausch

Kurz vor einer Serie wichtiger Vorwahlen haben sich die Präsidentschaftsbewerber der US-Republikaner einen harten Schlagabtausch geliefert. Bei einer TV-Debatte musste sich besonders der aktuell nach Umfragen führende Rick Santorum gegen scharfe Angriffe zur Wehr setzen. Hauptkonkurrent Mitt Romney verwickelte den ultrakonservativen Ex-Senator in hitzige Wortgefechte. Romney warf Santorum vor, während seiner sechs Jahre im Kongress den Aufbau neuer Staatsschulden mitverantwortet zu haben. Eine Vorentscheidung könnte am 6. März fallen, wenn am sogenannten «Super Tuesday» in zehn Staaten gewählt wird.

USA und Nordkorea sprechen wieder miteinander

Erstmals seit dem Tod des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il sind Unterhändler des weitgehend abgeschotteten Landes und der USA zu bilateralen Gesprächen zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Treffens in Peking stehen die Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm. Nach dem Machtwechsel an Kim Jong Un, dem noch unerfahrenen und jungen Sohn des Mitte Dezember gestorbenen Diktators, wollen die USA herausfinden, was die neue Führung in Pjöngjang jetzt vor hat.

Steuerboom vorerst vorbei

Der Steuerboom für den deutschen Fiskus ist vorerst beendet. Im Januar verhinderte nur ein Sondereffekt ein Minus in den Kassen von Bund und Ländern. Das teilte das Bundesfinanzministerium mit. Demnach stiegen die Steuereinnahmen im Vergleich zum Vorjahresmonat zwar um 3,9 Prozent. Das Plus sei aber allein «auf die verzerrende Wirkung von Sondereffekten zurückzuführen, die per saldo nicht zu Mehreinnahmen führen». Schon zuvor war das Steuerplus im Zuge der sich abkühlenden Konjunktur von Monat zu Monat immer kleiner geworden.

Top-Terrorist in Guantánamo einigt sich mit Anklage

Einer der Top-Terroristen im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay hat sich laut einem Zeitungsbericht mit der Anklage auf einen Vergleich verständigt. Der mutmaßliche Geldkurier des Terrornetzwerkes Al-Kaida, Majid Khan, werde sich schuldig bekennen und in Verfahren gegen andere Guantánamo-Inhaftierte aussagen, berichtete die «Washington Post». Damit könne er seine Haftstrafe reduzieren und auf eine Freilassung in wenigen Jahren hoffen. Es sei die erste außergerichtliche Einigung für einen der von der US-Regierung als hochgefährlich eingestuften Gefangenen.

Kartellamt kritisiert Preisanhebungen der Ölkonzerne

Das Bundeskartellamt hat die jüngsten Anhebungen der Benzinpreise durch die Ölkonzerne scharf kritisiert. Der Markt werde von fünf großen Mineralölkonzernen beherrscht, die sich gegenseitig wenig Wettbewerb machen, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der «Rheinischen Post». Das Kartellamt könne verbotene Preisabsprachen zwar nicht nachweisen. Die Konzerne seien aber allein durch ihre «Reaktionsverbundenheit» in der Lage, den Preiswettbewerb auszuschalten. Die Benzinpreise liegen derzeit auf Rekordniveau.

Entscheidung über Anklageverfahren gegen Strauss-Kahn am 28. März

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist nach zweitägigem Verhör wegen seiner Beteiligung an illegalen Sex-Partys wieder auf freiem Fuss. Am 28. März soll ihm die Entscheidung der Richter über ein Anklageverfahren gegen ihn eröffnet werden. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP. Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht. Strauss-Kahn wird verdächtigt, als regelmäßiger Kunde von Prostituierten bei gesponserten Sex-Partys an bandenmäßiger Zuhälterei beteiligt gewesen zu sein.

Taucher finden acht Leichen in der «Costa Concordia»

Fast sechs Wochen nach dem Kentern der «Costa Concordia» haben Taucher am Mittwoch acht Leichen in dem überfluteten Teil des Kreuzfahrtschiffes gefunden.

Nach vier Toten am Vormittag sichteten die Bergungsteams später vier weitere Leichen, wie italienische Medien übereinstimmend unter Berufung auf den Krisenstab berichteten. Alle befanden sich auf dem vierten Deck des Schiffes. Die «Costa Concordia» war am 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio havariert.

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